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Karte und Link : Armutsquote Baden-Würrtemberg

Baden-Württemberg

Säulendiagramm Baden-WürttembergBaden-Württemberg befindet sich im Südwesten Deutschlands und ist gemessen an der Einwohnerzahl (10,74 Mio.) das drittgrößte Bundesland (Fläche 35.752 km²). Im Vergleich mit anderen Flächenländern hat Baden-Württemberg mit 301 Einwohnern pro km² eine überdurchschnittliche Bevölkerungsdichte. Bei den innerdeutschen Wanderungsbewegungen, die stark von den Erwerbsmöglichkeiten abhängen, konnte das Bundesland hinter Bayern und Rheinland-Pfalz Wanderungsgewinne in Höhe von 208.000 Personen zwischen 1991 und 2006 erzielen. 

Baden-Württemberg zählt zu den wirtschaftsstärksten und wettbewerbsfähigsten Regionen Europas, insbesondere im Bereich Hochtechnologie sowie Forschung und Entwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 32.850 Euro pro Einwohner, das Land liegt damit hinter Bayern an fünfter Stelle. Zwischen 1991 und 2006 haben die Anteile des produzierenden Gewerbes, das hier besonders stark ausgeprägt ist, und der Landwirtschaft an der Wirtschaftsleistung des Landes erkennbar abgenommen. Zugenommen haben alle Dienstleistungsbereiche. Typisch für Baden-Württemberg ist die dezentrale Struktur seiner Industrie.

Die Anzahl der Erwerbstätigen nahm (1991-2008) um 9,9 Prozent zu. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 1,9 Prozent weniger stark. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresdurchschnitt 2008 lediglich 4,1 Prozent. Sie ist die niedrigste in Deutschland (7,8 Prozent). Typischerweise ist die Arbeitslosenquote in ländlichen Regionen niedriger als in den Städten. Am Jahresende 2006 bezogen 5,7 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII). 

Armutsentwicklung

Baden-Württemberg weist mit einer Armutsquote von 10,0 Prozent den niedrigsten Wert aller Bundesländer auf. Jede zehnte Person lebt unterhalb der Armutsschwelle. Zwischen 2005 und 2007 bewegen sich die Armutsquoten nur wenig und sinken leicht von 10,6 auf 10,0 Prozent.

Tabelle: Armutsentwicklung Baden-WürttembergSüdlich von Heilbronn, das sind ca. drei Viertel der Fläche von Baden-Württemberg, weisen die Armutsquoten Beträge unter 11 Prozent auf, der Stuttgarter Raum und der Raum südwestlich davon sogar Werte von unter 9 Prozent. Mit dem Kreis Heilbronn und nördlich davon steigen die Armutsquoten in Franken auf 12 und in der Region Unterer Neckar mit dem alten Industriestandort Mannheim auf 13 Prozent an. Bezogen auf den Landesdurchschnitt von 10 Prozent sind dies moderate Werte. Im Vergleich mit der Situation in Deutschland und den anderen Bundesländern variieren die Armutsquoten in Baden-Württemberg insgesamt auf einem niedrigen Niveau.