Der Stadtstaat Berlin hat eine Fläche von 891 km² und 3,41 Mio. Einwohner. Im bundesdeutschen Vergleich hat Berlin mit 3.827 Einwohnern pro km² die mit Abstand höchste Bevölkerungsdichte, gefolgt von Hamburg (2.334), Bremen (1.641) und Nordrhein-Westfalen (528). In den drei Stadtstaaten lebt ein besonders hoher Anteil von 20-40-Jährigen, da es dort vielfältige Bildungsangebote, insbeson-dere im Hochschulbereich, gibt. Bei den innerdeutschen Wanderungsbewegungen verlor Berlin zwischen 1991 und 2006 134.000 Personen.
Beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner bewegte sich das Bundesland mit 24.502 Euro im hinteren Feld auf Platz elf (2007). Über 80 Prozent der Berliner Unternehmen gehörten dem Dienstleistungssektor an. Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Medienanstalten, da Berlin mit seiner Funktion als Hauptstadt das politische Zentrum Deutschlands ist. Darüber hinaus finden sich aber auch viele große Unternehmen der Unterhaltungs- und Verlagsbranche. Nach London und Paris ist Berlin eines der meist besuchten Zentren des Städtetourismus. Im Jahr 2007 wurden 17,3 Mio. Übernachtungen und 140 Mio. Tagesbesucher gezählt.
Die Arbeitslosenquote betrug 2008 im Jahresdurchschnitt 13,9 Prozent, in absoluten Zahlen ausgedrückt waren es 234.000. Im Bundesvergleich belegte Berlin Platz 14 (Abnahme Erwerbstätige 1991-2008: 2,1 Prozent). Zwischen 1993 und 2008 hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung um 19,1 Prozent abgenommen, der zweithöchste Wert hinter Sachsen-Anhalt. Im Juni 2008 arbeiteten lediglich 1,08 Mio. Menschen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Am Jahresende 2006 bezogen 20,1 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII).
Im Jahre 2007 lebten 17,5 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsschwelle. Das ist mehr als jeder sechste Bürger. Zwischen 2005 und 2007 konnte sich Berlin deutlich verbessern. Die Armutsquote sank von 19,7 Prozent im Jahre 2005 auf 17,5 Prozent im Jahre 2007. Das sind 2 Prozentpunkte, damit verminderte sich die Armut insgesamt um 11 Prozent. Berlin liegt damit immer noch im mittleren Feld aller Bundesländer und hat zusammen mit Brandenburg den niedrigsten Armutswert von allen ostdeutschen Bundesländern.
Berlin grenzt im Norden an zwei Regionen mit hohen Armutsquoten von über 19 Prozent. Im südöstlichen Bereich finden sich ähnliche Quoten wie in Berlin, ca. 17 bis 18 Prozent. Ein fühlbarer „Speckgürteleffekt" wird im Südwesten Berlins sichtbar. In der Region Havelland-Fläming mit Potsdam ergibt sich eine Armutsquote von 15,3 Prozent.