Das Flächenland Brandenburg ist mit einer Größe von 29.480 km² ein mittelgroßes Bundesland mit 2,54 Mio. Einwohnern. Die Bevölkerungsdichte ist mit 86 Einwohnern pro km² die zweitniedrigste in ganz Deutschland – vor Mecklenburg-Vorpommern. Bei den innerdeutschen Wanderungsbewegungen 1991 bis 2006 betrug der Binnenwanderungssaldo Null und war somit ausgeglichen.
Beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag Brandenburg im Vergleich zwischen den Bundesländern mit 20.679 Euro pro Einwohner auf dem vorletzten Platz, vor Mecklenburg-Vorpommern (2007). Brandenburgs Industrie hat ihren Schwerpunkt rund um Berlin. Jenseits der industriellen Kerne sind die Berlin-fernen Teilräume des Landes von der Ernährungsindustrie, dem Holzgewerbe und der Landwirtschaft geprägt. Aufgrund der Vielzahl der Forschungsinstitute befinden sich in der Region Potsdam zahlreiche Unternehmen der Biotechnologiebranche, darin gilt Brandenburg sogar als einer der führenden Standorte in Europa.
Die Arbeitslosenquote lag 2008 unter der von Berlin, bei 13,0 Prozent. Allerdings sind die Unterschiede im Land erheblich. Während sich die Quote von Potsdam und Potsdam-Mittelmark nahe am Bundesdurchschnitt bewegte, betrug sie im Landkreis Uckermark über 20 Prozent und ist damit einer der höchsten im Bundesvergleich. Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse nahmen 1993 bis 2008 um 16,7 Prozent ab (Abnahme der Erwerbstätigen 1991-2008: 12,2 Prozent). Am Jahresende 2006 bezogen 14,5 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII).
Mit einer Armutsquote von 17,5 Prozent in 2007 lebte mehr als jeder sechste Einwohner Brandenburgs unterhalb der Armutsschwelle. Berlin und Brandenburg zeigen sowohl in Verlauf als auch in der absoluten Höhe der Armutsquoten eine weitgehend parallele Entwicklung. Brandenburg hat eine deutlich positive Entwicklung von 2005 auf 2007 durchlaufen, die Armutsquote sank von 19,2 Prozent auf 17,5 Prozent. Der Rückgang von 1,7 Prozentpunkten entspricht einer Abnahme der Armut von rund 9 Prozent.
In der Verteilung der Armut gliedert sich das Land in drei Regionen: Die höchsten Armutsquoten sind im Norden zu beobachten, dort ist etwa jeder fünfte Bürger als arm einzustufen. Im Osten und Südosten ergeben sich Werte die etwa im Landesdurchschnitt liegen (17 bis 18 Prozent). Die niedrigsten Armutsquoten finden sich mit Potsdam im Südwesten, der Raumordnungsregion Havelland-Fläming. Mit einer Armutsquote in Höhe von 15,3 Prozent ergibt sich ein „Speckgürteleffekt" um Potsdam und südwestlich Berlins.