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Karte und Link : Armutsquote Hamburg

Freie und Hansestadt Hamburg

Säulendiagramm HamburgDer Stadtstaat Hamburg, hat eine Fläche von 755 km² und ist damit das zweitkleinste Bundesland nach Bremen. Auch bezüglich der Einwohnerzahl liegt Hamburg mit 1.76 Mio. Einwohnern an vorletzter Stelle. Die Bevölkerungsdichte beträgt 2.334 Einwohner pro km². Damit ist das Bundesland sehr dicht besiedelt. Hamburg konnte bei den Binnenwanderungsbewegungen 1991 bis 2006 deutliche Zugewinne von 30.000 Personen erzielen.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung je Einwohner befindet sich der Stadtstaat mit weitem Abstand (50.497 Euro) im Bundesvergleich auf Platz eins (2007). Dabei spielt auch ein hoher Überschuss an Berufseinpendlern eine spürbare Rolle. Hamburg ist als Handels-, Verkehrs- und Dienstleistungszentrum von überregionaler Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten in der EU. Wichtige Wirtschaftszweige sind die Konsumgüterindustrie, Luftfahrtindustrie, Logistik, Chemie, Elektrotechnik, Maschinen- und Schiffsbau, Mineralölwirtschaft, Banken, Medien und Versicherungen. Die größten Arbeitgeber waren 2006 die Stadt Hamburg, Airbus, Deutsche Lufthansa und die Asklepios Kliniken.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg zwischen 1991 und 2008 im Bundesvergleich recht stark um 9,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag mit 8,1 Prozent (2008) leicht über dem Bundesdurchschnitt (7,8 Prozent). Bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse schnitt Hamburg mit einem Plus von 1,9 Prozent am zweitbesten von allen Ländern ab (1993-2008). Am Jahresende 2006 bezogen 13,9 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII).

Armutsentwicklung

Im Jahre 2007 wies Hamburg eine Armutsquote von 14,1 Prozent auf. Damit befand sich jeder siebte Hamburger Bürger in einer Armutssituation. Dieser Wert entspricht etwa dem Deutschlanddurchschnitt. Von allen Bundesländern lag Hamburg im unteren Mittelfeld, innerhalb der westlichen Bundesländern in der Mitte. Zwischen 2005 und 2007 konnte Hamburg seine Situation kontinuierlich verbessern. Die Armutsquote sank von 15,7 Prozent 2005 auf 14,1 Prozent 2007, dies entspricht einem Rückgang von 10 Prozent.

Tabelle: Armutsentwicklung HamburgIm Hamburger Umland finden sich prosperierende Wirtschaftszweige. Das nördliche Umland Hamburgs weist eine der niedrigsten Armutsquoten in Deutschland auf: 8,3 Prozent in Schleswig-Holstein-Süd. Dieser „Speckgürteleffekt" macht sich im südlichen Umland von Hamburg sehr viel weniger bemerkbar, denn dort sind die Armutsquoten mit 12,8 Prozent erheblich höher als im nördlichen Umland.