Karte

Karte und Link : Armutsquote Niedersachsen

Niedersachsen

Säulendiagramm NiedersachsenNiedersachsen ist mit einer Fläche von 47.641 km² das zweitgrößte Bundesland. Im Jahre 2007 lebten dort 7,98 Mio. Menschen. Die Bevölkerungsdichte ist mit 167 Einwohnern pro km² deutlich unter dem Durchschnitt der Flächenländer. Niedersachsen ist das Bundesland, das die höchsten Binnenwanderungsverluste zu verzeichnen hatte, der negative Binnenwanderungssaldo betrug 454.000 Einwohner zwischen 1991 und 2006.

Beim Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner lag das Bundesland 2007 im Bundesvergleich mit 25.897 Euro auf Platz acht. Das industrielle Zentrum Niedersachsens befindet sich im Raum Hannover. Zu den strukturschwachen Regionen gehören die großräumigen ländlichen Bereiche im Nordosten und im Westen Niedersachsens. Eine Ausnahme bildet die ländliche Region Oldenburg-Münsterland. An der Küste spielt die Hafenwirtschaft eine besondere Rolle, wobei die Bedeutung des Schiffbaus in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen hat. Die Bundeswehr gehört mit über 55.000 Soldaten und zivilen Beschäftigten zu den bedeutendsten Arbeitgebern. Dazu trägt Europas größter Truppenübungsplatz im Südteil der Lüneburger Heide bei.

Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Die Zahl der Erwerbs-tätigen stieg zwischen 1991 und 2008 um 11,2 Prozent, was ein Anstieg von 3,30 auf 3,67 Mio. Erwerbstätige bedeutet. Die Arbeitslosigkeit war mit 7,7 Prozent 2008 leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 7,8 Prozent. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stagnierte und nahm zwischen 1993 und 2008 nur um 0,1 Prozent zu. Am Jahresende 2006 bezogen 10,3 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII).

Armutsentwicklung

Die Armutsquote beträgt im Land 15,5 Prozent. Mit diesem Wert liegt es im Mittelfeld. Verglichen mit Westdeutschland gehört dieser Wert ins obere Drittel, nur das Saarland und Bremen weisen höhere Werte auf. Zwischen 2005 und 2007 verharren die Armutsquoten auf dem gleichen Niveau, das, bezogen auf 2007, um 1,2 Prozentpunkte höher liegt als der Deutschlanddurchschnitt.

Tabelle: Armutsentwicklung: NiedersachsenIm Land zeigen sich große Unterschiede in den Armutsquoten. Sie reichen von 12,4 Prozent in Südheide bis zu 20,3 Prozent in Ostfriesland. Niedrige Werte sind insbesondere im Hamburger Umland zu verzeichnen sowie im Umland von Bremen (12,8 und 13,7 Prozent). Die Gegenden um Hannover und die Region um Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg weisen dagegen recht hohe Werte zwischen 16,3 und 14,2 Prozent auf. Weitere Schwerpunkte mit hohen Armutsquoten sind der Osnabrücker Raum mit 17,0 Prozent und Südniedersachsen (Göttinger Raum) mit 18,5 Prozent.