Karte

Karte und Link : Armutsquote Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen

Säulendiagramm Nordrhein-WestfalenGemessen an der Fläche ist Nordrhein-Westfalen mit 34.085 km² das viertgrößte Bundesland und mit 18,0 Mio. Einwohnern zugleich das bevölkerungsreichste Bundesland. Mit einer Bevölkerungsdichte von 528 Einwohnern pro km² ist Nordrhein-Westfalen das mit Abstand am dichtesten besiedelte Flächenland. Die Region Rhein-Ruhr gehört mit 10 Mio. Einwohnern zu den 30 größten Metropolregionen der Welt. Nordrhein-Westfalen hatte einen positiven Binnenwanderungssaldo von 198.000 Personen zwischen 1991 bis 2006 zu verzeichnen. 

Beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner belegte Nordrhein-Westfalen mit 29.391 Euro (2007) einen vorderen, sechsten Platz unter den Bundesländern. Besonders bedeutend sind die industriellen Zentren an Rhein und Ruhr. Sie haben ihre Wurzeln in der Montanindustrie, die aber nach wiederkehrenden Stahl- und Kohlekrisen einem tiefgreifenden Strukturwandel ausgesetzt waren. Teile des alten Reviers weisen hohe Arbeitslosenzahlen auf, doch ist der Strukturwandel in den industriellen Kernen in den letzten Jahrzehnten weit fortgeschritten. Insbesondere der Maschinenbau, die metall- und eisenverarbeitende Industrie verzeichnete einen erheblichen Aufschwung. Mittlerweile arbeiten die meisten Beschäftigten im Dienstleistungssektor. Von den umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland, haben zehn ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Das Bundesland verzeichnete 8,7 Mio. Erwerbstätige, die Anzahl nahm zwischen 1991 und 2008 um 8,4 Prozent zu. Die Arbeitslosigkeit lag mit 8,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 7,8 Prozent. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm um 3,4 Prozent ab (1993 bis 2008) und beträgt 5,8 Mio. Am Jahresende 2006 bezogen 10,8 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII).

Armutsentwicklung

Nordrhein-Westfalen begründet sich mit einer Armutsquote von 14,6 Prozent im unteren Mittelfeld (Deutschlanddurchschnitt), im Vergleich mit Westdeutschland im unteren Drittel. Die Armutsquoten bewegen sich nur wenig und verharren 2005 und 2007 etwa auf dem gleichen Niveau. Insgesamt lebt etwa jeder siebte Bürger in Nordrhein-Westfalen unterhalb der Armutsschwelle.

Tabelle: Armutsentwicklung: Nordrhein-WestfalenGenerell zeigen sich in den alten industriellen Kernen die höchsten Armutsquoten. So weist die Raumordnungsregion Dortmund eine Quote von 18 Prozent auf, Duisburg, Essen und Emscher-Lippe 16 bis 17 Prozent. Die niedrigsten Werte mit 12 Prozent und weniger finden sich im Münsterland und in der Region um Bonn. Westfalen weist Werte in der Größenordnung des Landesdurchschnitts auf. Die Region um Köln und Düsseldorf hat ebenfalls günstigere Quoten als der Landesdurchschnitt.