Das Saarland ist mit einer Fläche von 2.569 km² das kleinste Flächenland unter den Bundesländern. Gemessen an der Einwohnerzahl ist es mit 1,04 Mio. Einwohnern das zweitkleinste Bundesland, das aber mit 405 Einwohnern pro km² eine überdurchschnittlich hohe Bevölkerungsdichte aufweist. Mit der Hauptstadt Saarbrücken, mit 178.000 Einwohnern, verfügt das Bundesland nur über eine Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Bei den innerdeutschen Wanderungsbewegungen verzeichnete das Saarland mit 16.000 Abwanderungen zwischen 1991 bis 2006 einen Verlust.
Bei der Wirtschaftsleistung pro Einwohner lag das Bundesland mit 28.774 Euro auf Platz sieben in der Abfolge der Bundesländer (2007). Der bedeutendste wirtschaftliche Bereich ist die Automobil-industrie inklusive der Zulieferer. Traditionell ist auch die Stahlindustrie ein wichtiger Faktor, der aber im Laufe der letzten Jahrzehnte deutlich abgenommen hat. Zeitweise ergaben sich hohe Zuwachsraten. Vom einstmals bedeutenden Steinkohlenbergbau ist nur noch ein Bergwerk aktiv (Förderende 2012). Insgesamt befindet sich das Saarland immer noch in einem Strukturwandel von einer alten Industriegesellschaft zu einer wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft.
Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Saarland von 479.000 in 1991 auf 513.000 im Jahre 2008. Dies war ein Zuwachs von 7,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote bewegte sich bei 7,3 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 7,8 Prozent (2008). Bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse zwischen 1993 und 2008 hatte das Saarland einen Zuwachs von 0,1 Prozent und somit Stagnation zu verzeichnen. Am Jahresende 2006 bezogen 9,7 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII).
Mit einer Armutsquote von 16,8 Prozent liegt das Saarland im deutschen Mittelfeld. Im Vergleich zu Westdeutschland weist allerdings nur noch Bremen eine höhere Armutsquote auf. Eine Armutsquote von 16,8 Prozent bedeutet, dass jede sechste Person unterhalb der Armutsschwelle lebt. Zwischen 2005 und 2007 konnte das Saarland seine Armutsquoten nicht verbessern. Entgegen dem Trend in Deutschland und Westdeutschland stieg die Armutsquote im Saarland um 1,4 Prozentpunkte an.
Raumstrukturell wird das Saarland zu großen Teilen als „Verdichtungsraum" beschrieben. Entsprechend besteht es aus einer einzigen Raumordnungsregion ohne weitere räumliche Differenzierung. Alle direkten rheinland-pfälzischen Nachbarregionen des Saarlands haben geringere Armutsquoten.