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Karte und Link : Armutsquote Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt

Säulendiagramm Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt weist eine Fläche von 20.447 km² auf mit 2,43 Mio. Einwohnern. Die Bevölkerungsdichte von 119 Einwohnern pro km² bewegt sich im unteren Bereich der Flächenländer. Das Land hatte bei den innerdeutschen Wanderungsbewegungen mit über 261.000 Abwanderungen zwischen 1991 bis 2006 die dritthöchsten Verluste zu verzeichnen. Als wesentliche Ursache dafür wird die schlechte Arbeitsmarktlage im Bundesland verantwortlich gemacht. 

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner war mit 21.000 Euro das dritthöchste unter den neuen Bundesländern, nach Berlin und Sachsen (2007). Wichtige Industriezweige sind die Chemieindustrie, der Maschinenbau und das Ernährungsgewerbe. Mit der Ansiedlung nationaler und internationaler Unternehmen hat sich das Bundesland zu einem leistungsstarken Standort entwickelt. Neben traditionellen Branchen haben sich auch der Dienstleistungssektor, die Biotechnologie, Informationstechnologien, Medien, Holz, die Solarwirtschaft und der Tourismus entwickelt. Diese Bereiche wuchsen zu einem wichtigen Teil des heutigen Wirtschaftsgeschehens heran. 

Die Anzahl der Erwerbstätigen sind zwischen 1991 und 2008 mit einem Minus von 20,5 Prozent am stärksten in Deutschland zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahre 2008 durchschnittlich 14,0 Prozent und war die zweithöchste (nach Mecklenburg-Vorpommern). Bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse schnitt das Land zwischen 1993 und 2008 mit einem Rückgang von 23,9 Prozent am schlechtesten ab. Am Jahresende 2006 bezogen 16,6 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im
Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII).

Armutsentwicklung

Im Jahre 2007 betrug die Armutsquote 21,5 Prozent. Damit lebt jede fünfte Person unterhalb der Armutsschwelle. Nach Mecklenburg-Vorpommern ist dies die zweithöchste Armutsquote in Deutschland. Zwischen 2005 und 2007 konnte Sachsen-Anhalt die Armutsquote um fast einen Prozentpunkt von 22,4 Prozent auf 21,5 Prozent senken. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt das Armutsrisiko mit über 20 Prozent sehr hoch.

Tabelle: Armutsentwicklung Sachsen-AnhaltAlle Raumordnungsregionen in Sachsen-Anhalt, mit Ausnahme der Altmarkregion im Norden des Landes, weisen Armutsquoten über 20 Prozent auf. Der Bereich um Halle im Süden des Landes hat die höchsten Werte mit 22,9 Prozent. Der Altmarkbereich dagegen mit 19,3 Prozent den niedrigsten Wert. Das Land zeigt ein Süd/Nord-Gefälle. Im Norden sind die Armutsquoten am niedrigsten und im Süden, im Bereich Halle, am höchsten.