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Karte und Link : Armutsquote Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Säulendiagramm Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein ist mit einer Fläche von 15.799 km² ein vergleichsweise kleines Flächenland. Es wird von 2,84 Mio. Einwohnern bewohnt und hat mit 179 Einwohnern pro km² eine unterdurchschnittliche Bevölkerungsdichte. Bei den innerdeutschen Wanderungsbewegungen konnte das Bundesland Zuwanderungsgewinne von 67.000 Personen zwischen 1991 und 2006 erzielen. 

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2007 bei 25.478 Euro und damit im bundesdeutschen Vergleich an zehnter Stelle. In Schleswig-Holstein arbeiten noch verhältnismäßig viele Einwohner in der Landwirtschaft. Drei Großräume lassen sich unterscheiden. Das prosperierende Hamburger Umland, in dem der Maschinenbau und die Dienstleistungen dominieren. Die strukturschwache Westküste, die von Landwirtschaft, Tourismus und Windenergie geprägt ist. Und die Hafenstädte an der Ostküste, in denen Handel, Verkehr und Schiffsbau eine besondere Rolle spielen. Im Land ist ein Drittel der gesamten deutschen Fischereiflotte stationiert. Rund ein Viertel der deutschen Reedereien sind im Land ansässig.  

Die Anzahl der Erwerbstätigen nahmen von 1991 bis 2008 um 5,6 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote lag 2008 mit 7,6 Prozent leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 7,8 Prozent. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verminderte sich zwischen 1993 und 2008 um 1,5 Prozent, ein mittlerer Wert im Vergleich der Bundesländer (Durchschnitt = minus 4,0 Prozent). Am Jahresende 2006 bezogen 10,4 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen (Durchschnitt = 10,1 Prozent) in Form von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV), Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung und Sozialhilfe (SGB II und SGB XII).

Armutsentwicklung

In 2007 wies Schleswig-Holstein eine Armutsquote von 12,5 Prozent aus. Das Land lag damit 1,8 Prozentpunkte unter dem Deutschlanddurchschnitt und etwa auf dem gleichen Wert wie Westdeutschland. Die Entwicklung zwischen 2005 und 2007 folgte dem Trend in Deutschland. Die Quote ist in der genannten Zeit um fast einen Prozentpunkt gesunken.

Tabelle: Armutsentwicklung Schleswig-Holstein

Die Regionen zeigen sehr erhebliche Unterschiede. In der Umgebung von Hamburg ergibt sich eine Quote von 8,3 Prozent, die nur in Süddeutschland, in der Region München und im zentralen Bereich Baden-Württembergs erreicht wird. Im Anschluss daran werden in Schleswig-Holstein Ost Werte von 17,6 Prozent gemessen, die mehr als den doppelten Wert von Schleswig-Holstein Süd aufweisen. Die Gebiete Schleswig-Holstein Mitte und Südwest haben nicht so hohe Werte wie Holstein Ost und weisen ca. 15 Prozent aus. Der ländliche Bereich Schleswig-Holstein Nord hat wiederum mit unter 12 Prozent eine Armutsquote, die sogar unter dem westdeutschen Durchschnitt liegt.