Bei der Betrachtung der Armutsquoten 2007 der
Bundesländer springt zunächst der Ost-West-Unterschied ins Auge. Typisch sind für die ostdeutschen Bundesländer insgesamt hohe Armutsquoten, die durch unterschiedliche Rotfärbungen dargestellt werden. Westdeutschland zeigt insgesamt deutlich niedrigere Armutsquoten, dabei ist die Spannweite der Armutsquoten größer als in Ostdeutschland. In Westdeutschland erstreckt sich die Spannweite von Werten in
Bremen, die an Ostdeutschland erinnern, bis zu Werten in
Baden-Württemberg, dem Land mit den günstigsten Armutsquoten in Deutschland.
Anstelle der üblichen West-Ost-Betrachtung kann mit einer gewissen Berechtigung von einer Dreiteilung Deutschlands gesprochen werden: Westdeutschland teilt sich auf in den süddeutschen Bereich mit den Ländern
Hessen,
Baden-Württemberg und
Bayern sowie den nordwestdeutschen Bereich mit den Ländern zwischen
Saarland und
Schleswig-Holstein. Der süddeutsche Bereich zeigt eine Armutsquote von knapp 11 Prozent, Nordwestdeutschland liegt mit fast 15 Prozent deutlich über dem süddeutschen Bereich und etwa in der Mitte zwischen der Armutsquote Ostdeutschlands mit fast 20 Prozent und dem süddeutschen Bereich. Die ostdeutsche Quote ist mit fast 20 Prozent beinahe doppelt so hoch wie diejenige des süddeutschen Bereichs mit knapp 11 Prozent.